
Franz Werner Tamm · PD
Hausgeflügel und Kaninchen
Details
Die Geschichte
Mitten in diesem Geflügelhof schlägt ein Truthahn sein Rad, ein Vogel, der ursprünglich aus Mexiko stammt. Spanier brachten domestizierte Truthühner Anfang des 16. Jahrhunderts nach Europa, und binnen weniger Jahrzehnte waren sie in Italien, Frankreich und England verbreitet. Als Tamm das Bild um 1706 malte, gehörte der Truthahn längst zu jedem gut bestückten Hühnerhof. Um ihn herum picken Hennen am Boden und trinken aus einem Steinbecken, auf dem Felsen dahinter steht ein schwarz-weißer Vogel, und vorn sitzt ein weißes Kaninchen mit einem grünen Zweiglein im Maul. Sein Handwerk hatte der gebürtige Hamburger in Rom gelernt, wo ihm die Vereinigung der niederländischen Maler, die Schildersbent, den Beinamen „Dapper“ gab. Kaiser Leopold I. holte ihn später als Hofmaler nach Wien.
