
Edvard Munch · PD
Eberhard Grisebach
Details
Die Geschichte
Ein Jahr bevor Munch ihn hier malte, hatte der Philosoph Eberhard Grisebach die Universität Jena verlassen und einen Lehrstuhl in Zürich übernommen. Munch kannte ihn damals schon fast ein Vierteljahrhundert, seit einem Sommer im Ostseebad Warnemünde 1908, und Grisebach blieb sein Freund und Fürsprecher. 1932 entstanden gleich mehrere Porträts, vier dieser Bildnisse besitzt heute das Munch-Museum in Oslo. Auf dieser gut zwei Meter hohen Leinwand steht der Philosoph in ganzer Figur, im rostbraunen Anzug mit Hut, eine Hand in die Hüfte gestemmt, das Gesicht grünlich vor blauem Grund. Verkauft wurde das Bild nie. Eine Restaurierungsstudie von 2012 zählt es zu den Werken mit Wasserflecken, die sich auf etwa 13 Prozent der Gemälde aus dem Nachlass an die Stadt Oslo finden. Sie entstanden wohl beim Arbeiten im Freien oder durch schlechte Lagerung.




