
Eirene mit dem Plutosknaben
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Die Geschichte
375 v. Chr. besiegte eine athenische Flotte die Spartaner zur See, und es kam zum Frieden. Athen errichtete daraufhin der Eirene Altäre, dem Frieden in Gestalt einer Göttin, und brachte ihr bald alljährlich ein Opfer dar. Auf der Agora, dem Marktplatz der Stadt, stand ihre Bronzestatue, ein Werk des Kephisodot, der wohl der Vater des Praxiteles war. Dessen Aphrodite steht im selben Saal. Noch rund fünf Jahrhunderte später sah der Reiseschriftsteller Pausanias die Statue an ihrem Platz. Diese Marmorgruppe ist eine römische Kopie davon.
Auf dem linken Arm trägt Eirene einen kleinen Knaben, Plutos, den Reichtum. Jeder Athener verstand das Bild sofort. Der Wohlstand wächst in der Obhut des Friedens heran. Im Original hielt die Göttin in der Rechten ein Zepter.
Lange wusste in München niemand, wen die Gruppe darstellt. Sie galt als Leukothea, eine Meeresgöttin, mit dem Dionysosknaben. Erst 1867 erkannte der Archäologe Heinrich Brunn im Vergleich mit dem Bild auf athenischen Münzen die Eirene des Kephisodot, und heute trägt der Saal ihren Namen.




