Elisabeth Förster-Nietzsche

Edvard Munch · PD

Elisabeth Förster-Nietzsche


Details

Künstler
Edvard Munch
Jahr
1906
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
115 × 80 cm

Die Geschichte

Die Anregung kam aus Weimar. Elisabeth Förster-Nietzsche, die Schwester des 1900 gestorbenen Philosophen, verwaltete dort seinen Nachlass im Nietzsche-Archiv. 1905 brachte sie den Stockholmer Bankier Ernest Thiel auf die Idee, bei Edvard Munch ein Bildnis ihres Bruders zu bestellen, und stellte den Kontakt selbst her. Munch besuchte sie in Weimar und malte bei dieser Gelegenheit auch sie, stehend und in ganzer Figur. Thiel, der Nietzsche eigenhändig ins Schwedische übersetzte, war damals der großzügigste Förderer des Archivs und stiftete ihm 300.000 Mark. Die Verbindung hielt nicht. Elisabeth war, anders als ihr Bruder, Antisemitin und wurde später überzeugte Nationalsozialistin, und Thiel, mütterlicherseits jüdischer Herkunft, brach nach 1933 den Kontakt zu ihr ab. Von dem Bildnis gibt es zwei Fassungen. Die größere besitzt das Munch-Museum in Oslo. Diese hier kam in Thiels Haus auf Djurgården in Stockholm, das der schwedische Staat 1924 mitsamt der Sammlung erwarb, das Nietzsche-Porträt eingeschlossen.

Tausende weitere Geschichten in der App.