Porträt des Dichters Émile Verhaeren

Porträt des Dichters Émile Verhaeren


Details

Jahr
1915
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
77 × 92 cm

Die Geschichte

Im Mai 1915 stand Belgien seit dem vorigen August unter deutscher Besatzung, und der belgische Dichter Émile Verhaeren lebte im Exil. Der Krieg hatte seine Verse verändert, sie beklagten nun das überfallene Land. Auf diesem Bild ist davon nichts zu sehen. Van Rysselberghe zeigt ihn tief über einen überladenen Schreibtisch gebeugt, in einem weiten grauen Mantel, die Feder dicht über dem Blatt. Um ihn liegen lose Papiere, ein aufgeschlagenes Buch und ein Tintenfass in einer Schale, dahinter volle Regale. Auf einem der Bücher hat der Maler sein Monogramm VR und das Datum angebracht. Noch im selben Jahr sammelten der Chirurg Pierre Delbet, der Biologe Félix Le Dantec und Léonce Bénédite, Konservator des Pariser Musée du Luxembourg, Geld in einer öffentlichen Subskription und schenkten das Porträt diesem Museum. Im November 1916 geriet Verhaeren am Bahnhof von Rouen unter einen fahrenden Zug und starb.

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