
Claude Monet · CC-BY-SA-4.0
Eingang zum Dorf Vétheuil im Winter
Details
Die Geschichte
Die Hälfte dieses Bildes ist Straße. Monet wählte seinen Standpunkt so, dass sich der Weg nach Vétheuil über den ganzen unteren Teil der Leinwand breitet, eine nasse Landstraße mit struppigem Gras und Unkraut an den Rändern, der Schnee darauf schon im Tauen. Das Dorf selbst liegt weiter hinten. Vétheuil liegt ein gutes Stück weiter seineabwärts als Argenteuil, wo Monet vorher gewohnt hatte, und das Museum of Fine Arts in Boston macht deutlich, was diese Entfernung für seine Bilder bedeutete. Vorstadtgärten und Segelregatten kommen hier nicht mehr vor. Es ist ein Dorf, das vom modernen Leben noch unberührt war, bei Tauwetter. Das Museum datiert die Leinwand auf 1879. Im Februar 1880 verkaufte Monet sie an einen Pariser Sammler, zehn Jahre später ging sie im Hôtel Drouot an die Kunsthandlung Boussod, Valadon & Cie. Im April 1891 kaufte sie die Bostoner Galerie Williams and Everett, noch im selben Jahr James M. Prendergast. Seine Schwester Julia schenkte sie 1921 in Erinnerung an ihn dem Museum.




