
Antoine-Jean Gros · PD
Reiterbildnis von Joachim Murat
Details
Die Geschichte
Gros stellte dieses Bildnis im Pariser Salon von 1812 aus, im selben Jahr, in dem Joachim Murat, Napoleons Schwager und der prunkvollste seiner Kavalleriemarschälle, an der Spitze der französischen Reiterei nach Russland ritt. Hier dagegen ist er zu Hause, in seinem eigenen Königreich. Seit 1808 war er König von Neapel, und Gros malt ihn am Meer, auf einem fuchsroten Pferd, ein Tigerfell als Schabracke und in der Ferne den rauchenden Vesuv. Die beiden kannten sich seit 1796, als sie sich in Mailand während des ersten Italienfeldzugs begegnet waren. Murat war für seine Vorliebe für grelle Uniformen berühmt, und diese Eitelkeit spricht aus jedem Detail. Drei Jahre nach diesem Bild fiel er, nach dem Versuch, Neapel zurückzuerobern, vor einem Erschießungskommando.




