
Diego Velázquez · PD
Reiterbildnis des Grafen-Herzogs von Olivares
Details
Die Geschichte
In den 1630er Jahren regierte in Spanien nicht wirklich der König, sondern sein Günstling: Gaspar de Guzmán, Graf-Herzog von Olivares, der als Erster Minister die Geschäfte Philipps IV. führte. Velázquez malt ihn hoch zu Ross, das Pferd steil aufgebäumt, den Feldherrnstab in der Hand, während im Hintergrund eine Schlacht tobt. Es ist die Pose des siegreichen Feldherrn, ein Bildtypus, der eigentlich dem Monarchen und seiner Familie vorbehalten war. Olivares aber war Staatsmann, kein Heerführer, und hat ein solches Gefecht nie selbst kommandiert. 1643 verlor er die Gunst des Königs und wurde vom Hof verbannt. Zwei Jahre später starb er.




