
Reiterstandbild des Mark Aurel
Details
Die Geschichte
Kein antiker Autor erwähnt dieses Standbild. Das Museum datiert es in die Regierungszeit Mark Aurels, zwischen 161 und 180 n. Chr., und vermutet, dass es 176 aufgestellt wurde, als der Kaiser seinen Triumph über die germanischen Stämme an der Donau feierte, oder 180, nach seinem Tod. Spätantike Verzeichnisse der Stadt nennen rund 22 große bronzene Reiterstandbilder, erhalten hat sich allein dieses.
Der Kaiser reitet ohne Waffen und ohne Rüstung und streckt die rechte Hand über den Kopf des Pferdes. Spätestens im 10. Jahrhundert stand die Statue am Lateran, dem Palast der Päpste, und das Mittelalter dichtete ihr eine eigene Geschichte an. Die Mirabilia Urbis Romae, ein Romführer des 12. Jahrhunderts, erzählen von einem König aus dem Osten, der die Stadt belagerte, und von einem jungen Knappen, der auf ungesatteltem Pferd hinausritt, den König gefangen nahm und Rom rettete. Ihm zu Ehren sei das Standbild errichtet worden, und mittelalterliche Berichte beschreiben unter dem erhobenen Vorderhuf eine kleine gefesselte Gestalt.
Ross und Reiter waren einst ganz vergoldet, Reste der Vergoldung sind noch zu sehen. In Rom hieß es, die Welt werde untergehen, sobald die Statue wieder ganz golden glänze.




