
Eugenia Martínez Vallejo, bekleidet
Details
Die Geschichte
Das Kind ist sechs Jahre alt und trägt die Kleidung einer erwachsenen Hofdame, rot-silbernen Brokat, geschlitzte Ärmel, rote Bänder im Haar. In jeder Hand hält es einen kleinen Apfel.
Sie hieß Eugenia Martínez Vallejo, kam aus einem Dorf im Erzbistum Burgos und wurde 1680 nach Madrid gebracht, damit man sie ansehen konnte. Carreño gab ihr das Format, das am Hof Karls II. den wichtigen Personen zustand, ganze Figur, dunkler leerer Grund, sonst nichts. Unten links steht bis heute die rote Nummer des alten königlichen Inventars auf der Leinwand.
Im selben Jahr lief in Madrid eine gedruckte Schrift von Juan Cabezas um, die den Körper des Kindes mit offener Grausamkeit beschrieb. Das Museum datiert das Bild um 1680 und führt es heute unter dem Namen des Mädchens. In den Rechnungen des Hofes wurde nie eine Zahlung an sie gefunden, und worunter sie litt, ist ebenfalls offen, 1945 las man es als hormonelle Störung, das Museum spricht heute vom Prader-Willi-Syndrom.




