
Peter Paul Rubens · PD
Der Sturz der verdammten Engel
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Die Geschichte
Neuburg an der Donau war um 1620 eine Residenzstadt mit frischem Glaubenswechsel. Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm, als Lutheraner erzogen, war wenige Jahre zuvor katholisch geworden und führte sein Fürstentum zur alten Kirche zurück. Für die Neuburger Pfarrkirche St. Peter entstand um 1621/22 dieser über vier Meter hohe „Engelsturz“. Der Erzengel Michael setzt den Fuß auf den siebenköpfigen Drachen und hält schützend den Schild vor sich, darunter stürzen die abtrünnigen Engel als Knäuel aus Leibern und Schlangen in die Tiefe. Die Alte Pinakothek deutet Michael hier als Symbolfigur der Gegenreformation, als Beschützer der Kirche gegen die Ketzer, und gemeint waren damit die Protestanten. Oben hält Gottvater die Weltkugel, sein dreieckiger Nimbus verweist auf die Dreifaltigkeit. Später kam das Gemälde in die Düsseldorfer Galerie der pfälzischen Kurfürsten und 1806 nach München, wo es heute im Saal VII des Obergeschosses hängt.




