
Jan Matsys · PD
Flora
Details
Die Geschichte
Wenige Jahre bevor er dieses Bild malte, war Jan Massys noch verbannt. 1544 hatte man ihn wegen ketzerischer, protestantischer Neigungen aus Antwerpen verwiesen, und er verbrachte etwa ein Jahrzehnt in Frankreich und Italien. Von dort brachte er den kuhlen, langgliedrigen Akt der Schule von Fontainebleau mit. 1559, zuruck in der Heimat, malte er diese Flora, die romische Gottin der Blumen und des Fruhlings, die einen kleinen Strauss roter und weisser Nelken emporhalt, Zeichen von Liebe und Gluck. In der Ferne liegt der Hafen von Antwerpen an der Schelde, also gerade jene Stadt, die ihn einst fortgeschickt hatte; die Landschaft soll sein Bruder Cornelis beigetragen haben. Massys war ein Sohn des grossen Quentin Massys und galt bald als Spezialist des weiblichen Akts.
