
Jan Matsys · PD
Venus Kythereia
Details
Die Geschichte
1544 wurde Jan Massys aus Antwerpen verbannt. Der Vorwurf lautete Ketzerei, er hatte sich einer verbotenen Sekte angeschlossen, und das Urteil erging in seiner Abwesenheit. Er blieb 11 Jahre fort, war in Frankreich, wohl in Fontainebleau, und nachweislich in Genua. 1555 wurde die Verbannung aufgehoben. Diese Tafel entstand 1561 in Antwerpen, und hinter der Göttin liegt der Hafen von Genua. Die Nelken im Strauß galten damals als Mittel der Liebeserregung, der Pfau stand für Prunk und zugleich für die Mahnung, sich an Schönheit nicht zu verlieren. Unterschrieben hat Massys mit IOANES MASSIIS ALIAS QVINTIIN, was ihn als Sohn des Quinten Massys kenntlich machte, des bekanntesten Antwerpener Malers der Generation davor.



