
Waldbodenstillleben mit Pilzen, einer Schlange und Schmetterlingen
Details
Die Geschichte
Ein solches Bild wäre eine Generation früher kaum denkbar gewesen. Otto Marseus van Schrieck erfand gewissermaßen das Waldbodenstillleben, das sottobosco, die Nahsicht auf den feuchten Waldboden, wo Pilze, Schlangen, Eidechsen und Nachtfalter im Verborgenen leben. Seine niederländischen Malerkollegen in Rom nannten ihn den Schnüffler, weil er im Erdreich nach seinen Motiven wühlte, und daheim hielt er ein Stück Land mit lebenden Reptilien und Insekten, um sie nach der Natur malen zu können. Hier windet sich eine Schlange durch die Pilze, während die Schmetterlinge das einzige Licht im Dämmer auffangen. Die Medici in Florenz zählten zu den Sammlern, die diese seltsamen, genauen Szenen begehrten, und so gelangte dieses Bild in die Uffizien.