
Wassily Kandinsky · PD
Schwarze Formen auf Weiß
Details
Die Geschichte
Christian Zervos, Herausgeber der Pariser Kunstzeitschrift „Cahiers d’art“, hatte Kandinsky schon 1927 am Bauhaus in Dessau besucht. Als der Maler Ende 1933 nach Paris zog, wurde Zervos zu einem seiner wichtigsten Fürsprecher. Im Mai und Juni 1934 räumte er seine Redaktionsräume in der Rue du Dragon und machte daraus eine Galerie für eine Kandinsky-Ausstellung mit Bildern aus allen Schaffensphasen. Im selben Jahr entstand dieses Gemälde, gewidmet Yvonne Zervos, der Frau des Verlegers. Die Kreise und scharfen Winkel der Bauhauszeit machen hier weichen, fast organischen Formen Platz, die das Museum mit vergrößerten Fotografien von Zellen und Geweben in Verbindung bringt. Zervos selbst sprach von „äußerster Einfachheit“, von einer Welt voller Formen, die ein Wirbel eng zusammenhält. Das Bild blieb in der Sammlung des Ehepaars, die Christian Zervos dem burgundischen Städtchen Vézelay vermachte. Dort hängt es heute im Museum, das ihren Namen trägt.




