
Vier Geier verschiedener Art
Details
Die Geschichte
Hamilton stellt vier Geier nebeneinander wie eine Gesellschaft, die sich für ein Gruppenbildnis aufgestellt hat, und so beschreibt es auch das Belvedere. Verwandt sind sie deshalb nicht alle. Ganz links steht, dunkelbraun und mit struppiger Halskrause, ein Mönchsgeier, der von Spanien bis nach Zentralasien vorkommt. Der Vogel mit dem nackten roten Kopf und dem grauen Federkragen ist ein Königsgeier aus dem tropischen Amerika. Die beiden übrigen sind Gänsegeier, eine Art in zwei Lebensaltern. Das junge Tier ist warm braun und trägt lange, spitze Federn um den Hals, das alte ist hell geworden und hat einen weichen weißen Kragen. Das Museum sieht darin ein Zeugnis für das naturkundliche Interesse des Prinzen Eugen. Signiert und datiert ist das Bild auf einem Stein in der unteren Ecke, 1723, im Jahr der Fertigstellung des Oberen Belvedere. Dort hing es als Supraporte im Paradeschlafzimmer.
