
Wassily Kandinsky · PD
Fuge
Details
Die Geschichte
Kandinsky beendete dieses Bild im März 1914 in München. Musik war für ihn damals das Modell dafür, was ein Gemälde ohne Gegenstand sein könnte, und deshalb tragen so viele Leinwände dieser Jahre musikalische Titel: Komposition, Improvisation, Impression und eben Fuge. In einer Fuge wandert ein Thema von Stimme zu Stimme und kehrt verändert wieder, und entsprechend tauchen hier Formen und Farbgruppen an einer Stelle auf und an anderer abgewandelt erneut. Im selben Jahr bestellte der amerikanische Autofabrikant Edwin Campbell bei ihm vier große Tafeln für die Eingangshalle seiner New Yorker Wohnung, gegenstandslose Malerei für einen privaten Flur. Die Leinwand hier ist quadratisch, 129,5 mal 129,5 Zentimeter, und wurde 1990 in New York für rund 20,9 Millionen Dollar versteigert.




