
Einholen der Netze
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Die Geschichte
Das Licht kommt hier von hinten. Die Fischer holen bei Sonnenaufgang ihr Netz ein, und weil die Helligkeit aus der Tiefe des Bildes kommt, stehen Boot und Männer fast als dunkle Silhouetten vor Himmel und Wasser. So beschreibt es die Nationalgalerie in Athen, die das Bild zu den ersten „impressionistischen“ Regungen der griechischen Malerei zählt, die Anführungszeichen setzt sie selbst.
Gemalt wurde dieses Meer allerdings in München. Links unten, dunkel auf dem Wasser, steht die Signatur „C. Bolanachi München 71“, in der italienischen Namensform, mit der Volanakis damals unterschrieb. Die Morgenstimmung auf offener See ist also in einem bayerischen Atelier entstanden, weit von jeder Küste.
Die Galerie hat das Gemälde erst 2002 erworben. Ihre damalige Direktorin Marina Lambraki-Plaka erzählte später, es sei sehr günstig gewesen, weil die Reeder, die Volanakis sonst sammeln, lieber Bilder von Schiffen kaufen.





