
Johann Heinrich Wilhelm Tischbein · RESTRICTED
Goethe in der römischen Campagna
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Die Geschichte
Im Herbst 1786 verließ Johann Wolfgang von Goethe fast heimlich das enge Weimar und reiste unter falschem Namen nach Italien. In Rom wohnte er bei dem Maler Tischbein, der ihn kurz darauf so festhielt, wie ihn ganz Deutschland kennen sollte: hingestreckt auf einem umgestürzten Obelisken, mitten in den Trümmern der Campagna vor der Stadt, den breiten Hut auf dem Kopf. Hinter ihm liegt ein Relief mit der Iphigenie auf Tauris. Genau dieses Drama vollendete Goethe unter dem Eindruck seiner römischen Monate. Fertig wurde das Bild nie. Tischbein musste Italien verlassen, und wer genau hinsieht, entdeckt, dass Goethes linkes Bein zu lang geraten ist und er zwei linke Füße zu haben scheint. Seit 1887 hängt das Porträt im Frankfurter Städel, in Goethes Geburtsstadt.