
Claude Monet · PD
Getreideschober
Details
Die Geschichte
Im Mai 1891 zeigte Monet in der Pariser Galerie Durand-Ruel 15 Bilder seiner Getreideschober auf einmal, dasselbe Motiv zu verschiedenen Stunden und Jahreszeiten. Dieses hier, 1890 gemalt und mit „91“ datiert, kaufte der Händler im Juli. Die Schober standen auf einem Feld nahe Monets Haus in Giverny. Hier steht die Sonne tief hinter ihnen, und das Museum Barberini sieht im Gegenlicht, in den ungewöhnlich kräftigen Farben und der steilen Diagonale den Einfluss japanischer Farbholzschnitte. Schon im März 1892 war die Leinwand in Chicago bei Bertha Palmer, der Frau des Hoteliers Potter Palmer. Nach einem kurzen Abstecher zu einem Eisenbahnunternehmer in Montreal kehrte sie im selben Jahr zu den Palmers zurück, deren Familie sie bis 1986 behielt. Im Mai 2019 wurde sie bei Sotheby’s in New York für 110,7 Millionen Dollar versteigert, als erstes impressionistisches Gemälde über 100 Millionen. Seitdem hängt sie in Potsdam.




