
Rast während der Jagd
Details
Die Geschichte
1737 öffnete der Pariser Salon im Louvre nach zwölf Jahren Pause wieder seine Türen, und von da an fand er regelmäßig statt. Carle van Loo stellte dort dieses Gemälde aus, über zwei Meter hoch und breit, unten in der Mitte signiert und datiert, Carle Vanloo 1737. Gemalt war es für Ludwig XV., für das Speisezimmer seiner petits appartements in Fontainebleau, der kleinen Privaträume, in denen der König abseits des Hofzeremoniells speisen konnte. Als Gegenstück entstand Charles Parrocels Rast der Grenadiere, Soldaten bei einer Pause, heute ebenfalls im Louvre. Beide zeigen eine Mahlzeit unter freiem Himmel, passend für einen Speisesaal.
Eine Jagdgesellschaft hat unter hohen Bäumen ein weißes Tuch auf dem Gras ausgebreitet. Ein Diener im roten Rock beugt sich mit der Serviette über dem Arm herein, auf dem Tuch liegen ein Schinken, ein Braten und dunkle Weinflaschen, und Damen in Seide lagern neben jungen Herren in bestickten Röcken. Rechts wartet ein Maultier mit Federbusch am Geschirr bei den Pferden, und am Rand schläft ein zusammengerollter Spaniel.
Später kam die Legende auf, in der Mitte säßen der König selbst und drei der Schwestern de Nesle, die nacheinander seine Mätressen wurden. Der Louvre hält die Komposition für eine freie Erfindung des Malers.

