
Bildnis Francesco Ladatte
Details
Die Geschichte
Am 28. Januar 1733 war der Bildhauer Francesco Ladatte in Turin Trauzeuge bei der Hochzeit des Malers Carle van Loo. Die beiden hatten sich als junge Männer in Paris kennengelernt, sich um 1730 in Rom wiedergetroffen und arbeiteten Anfang der 1730er-Jahre beide in Turin für den Hof der Savoyer. Rund zehn Jahre nach dieser Hochzeit malte van Loo das Bildnis seines Freundes. Ladatte, 1706 in Turin geboren und schon als Junge nach Paris gebracht, war inzwischen Vollmitglied der dortigen Königlichen Akademie. Um 1744 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, und im Januar 1745 ernannte ihn König Karl Emanuel III. zu seinem Bronzebildhauer, mit festem Jahresgehalt und der Pflicht, Bildhauerei zu unterrichten. Vier Jahrzehnte lang schuf er dann Bronzen für die königlichen Residenzen um Turin, wo er 1787 starb. In die Galerie gelangte das Bildnis erst viel später, 1889 durch Ankauf.

