
Peter Paul Rubens · PD
Kopfstudie einer alten Frau
Details
Die Geschichte
Lange hielt man diese kleine Tafel für ein Bildnis von Rubens' Mutter, Maria Pypelinckx. Die Pinakothek weist das zurück. Die Kopfwendung ist für ein Porträt ungewöhnlich, und die Kleidung ist nur flüchtig angedeutet, weil hier gar kein bestimmter Mensch porträtiert werden sollte. Es ist eine Kopfstudie, die in der Werkstatt aufbewahrt und mehrfach für Figuren in Gemälden von Rubens und seiner Werkstatt verwendet wurde. Flämische Maler legten sich damals solche Vorräte nach dem Leben gemalter Köpfe an, um eine alte Frau oder einen bärtigen Heiligen in eine große Komposition einfügen zu können, ohne dass erneut jemand Modell sitzen musste. Die Tafel aus Eichenholz, keine 50 Zentimeter hoch, entstand um 1630/32 und stammt aus der kurfürstlichen Galerie.




