
Die Vertreibung Heliodors aus dem Tempel
Details
Die Geschichte
Im zweiten Makkabäerbuch wird erzählt, wie Heliodor, ein Minister des Seleukidenkönigs, nach Jerusalem kam, um den Tempelschatz zu beschlagnahmen. Kaum war er eingetreten, sprengte ein Reiter in goldener Rüstung auf ihn zu, zwei junge Männer schlugen mit Geißeln auf ihn ein, und man trug ihn halbtot hinaus. Francesco Solimena malte diese Szene 1725 als Fresko auf die Innenseite der Eingangswand des Gesù Nuovo, der Jesuitenkirche in Neapel. Das Gemälde im Louvre gehört zu diesem Auftrag. Die französische Museumsdatenbank führt es als vorbereitende Ölskizze für das Fresko, der Louvre datiert es um 1725. Klein ist diese Skizze allerdings nicht, sie ist zwei Meter breit. Eine Leinwand fast derselben Größe besitzt das Toledo Museum of Art in Ohio, und welche Rolle jede der beiden Fassungen auf dem Weg zur Wand spielte, wird diskutiert, auch in der Fachzeitschrift des Louvre. 1786 verkaufte der Pariser Kunsthändler Jean-Baptiste-Pierre Lebrun, Ehemann der Porträtmalerin Élisabeth Vigée Le Brun, das Bild an Ludwig XVI., zusammen mit einem Ruinenbild von Panini.




