
Peter Paul Rubens · PD
Herkules und Zerberus
Details
Die Geschichte
Diese Tafel ist kleiner als ein Schreibblatt, und sie ist alles, was von der Komposition übrig blieb. Sie gehört zu den Skizzen, die Rubens ab 1636 für die Torre de la Parada malte, das Jagdhaus Philipps IV. in den Hügeln von El Pardo, und die große Leinwand danach ist verloren. Die Szene ist die letzte der Arbeiten, so wie Ovid sie im siebten Buch der Metamorphosen erzählt: eine finstere Höhle, ein abschüssiger Weg und Herkules, der den angeketteten Zerberus daran hinaufschleift, während der Hund die Augen vom Tageslicht wegdreht. Im Schatten dahinter sehen zwei Gestalten zu, vermutlich Pluto und Proserpina. Julius Held wies darauf hin, dass Rubens alles in einem einzigen braunen Ton hält, um das Licht der Unterwelt zu geben, und dass nur der Held voll durchmodelliert ist, während sich die übrigen Figuren kaum vom Holz lösen. Erstmals genannt wird die Skizze in einem spanischen Künstlerlexikon von 1800, in der Sammlung des Herzogs von Infantado; 1889 kam sie als Schenkung der verwitweten Herzogin von Pastrana ins Museum.




