
Apokalyptische Reiter I
Details
Die Geschichte
In der Offenbarung des Johannes erkennt man die apokalyptischen Reiter an dem, was sie tragen. Der erste, auf einem weißen Pferd, hat einen Bogen, dem zweiten, auf einem roten, wird ein großes Schwert gegeben. Genau diese Zeichen verzeichnet das Lenbachhaus auch auf dieser kleinen Glastafel von 1911: Schwert, Pfeil und Bogen, Reiter. Jedes Hinterglasbild entsteht in umgekehrter Reihenfolge. Wie bei seinen anderen Glasbildern setzte Kandinsky zuerst die schwarzen Tuschekonturen auf das Glas, dann die Farben dazwischen und zuletzt den Hintergrund, und in die Malerei fügte er Blattmetall ein. Drei Jahre später nahm er das Thema noch einmal auf. Die Apokalyptischen Reiter II, datiert Juli 1914 und ebenfalls im Lenbachhaus, waren das letzte Hinterglasbild, das er in Murnau malte.




