
Paul Cézanne · PD
Haus und Gehöft des Jas de Bouffan
Details
Die Geschichte
In deutschen Katalogen taucht dieses Bild auch unter dem Titel „Das schiefe Haus“ auf, und ein Blick auf die hohe Fassade genügt, um zu sehen, warum. Cézanne malte den Jas de Bouffan, das Landgut der Familie vor den Toren von Aix-en-Provence, um 1887, das Wohnhaus auf der einen Seite, dahinter die gestaffelten Gebäude des Hofes hinter einer langen Mauer. Nach Prag kam die Leinwand 1923. Die Tschechoslowakei war damals keine fünf Jahre alt, und die Regierung stellte unter der Schirmherrschaft von Präsident Masaryk einen Sonderfonds bereit, um französische Malerei zu kaufen, gegen manchen Widerspruch im eigenen Land. Kunsthistoriker wählten die Bilder aus, darunter mehrere Werke von Cézanne. In einer Stadt, in der Maler und Architekten schon vor dem Ersten Weltkrieg kubistisch arbeiteten, gilt das Bild seit Langem als Vorbote des Kubismus. Im Sommer 2025 reiste es zurück nach Aix, als Plakatmotiv des Cézanne-Jahres und für die Ausstellung im Musée Granet über das frisch restaurierte Haus.




