
Ivan Shishkin · PD
I. I. Schischkin und A. W. Gine im Atelier auf der Insel Valaam
Details
Die Geschichte
Durch das Rundbogenfenster sieht man rote Dächer und dahinter ein Stück Wasser, den Ladogasee. Das Zimmer liegt auf Walaam, der Klosterinsel nördlich von Sankt Petersburg, wohin um 1860 junge Landschaftsmaler der Akademie im Sommer zum Arbeiten nach der Natur fuhren. Die beiden Männer darin sind Iwan Schischkin und sein Freund Alexander Gine. Sie kannten sich seit dem Gymnasium in Kasan, an dem Gines Vater unterrichtete, und lernten danach gemeinsam an der Moskauer Malschule und an der Petersburger Akademie der Künste. Einer sitzt auf der Bank, ein Buch oder Skizzenbuch auf den Knien. Der andere beugt sich über den Tisch, neben ihm steht eine große Leinwand auf der Staffelei, von hinten zu sehen. Über der Tür hängt eine kleine Ikone. Das Russische Museum nennt beide Freunde als Urheber dieser kleinen Ölstudie auf Papier. Für Schischkin, den man vor allem als Maler des Waldes kennt, ist ein Innenraum mit Menschen selten. 1924 kam das Blatt aus dem Puschkin-Haus, dem Literaturinstitut der Akademie der Wissenschaften, ins Museum. Vorher gehörte es Adolf Marx, der in Sankt Petersburg die Zeitschrift „Niwa“ herausgab.




