
Wassily Kandinsky · PD
Improvisation 18 (mit Grabstein)
Details
Die Geschichte
Rechts unten, in einem schmutzigen Grau, lassen sich drei Grabsteine erkennen, links weichen drei gebeugte Gestalten vor ihnen zurück. Gemalt hat Kandinsky das 1911, in den Monaten, in denen er seine Gegenstände planmäßig zu verhüllen begann. Die Improvisationen waren sein Versuchsfeld dafür: Der Anlass sollte noch zu spüren, aber nicht mehr zu benennen sein. Hinter den Figuren steht wohl ein mittelalterliches Motiv, die Begegnung der Lebenden mit den Toten, bis fast zur Unkenntlichkeit heruntergearbeitet. Die Leinwand ist groß, rund 142 mal 121 Zentimeter. Ins Lenbachhaus kam sie 1957, als Gabriele Münter der Stadt München zu ihrem 80. Geburtstag über tausend Arbeiten aus den Jahren des Blauen Reiter schenkte. Die NS-Zeit hatten diese Bilder in ihrem Haus in Murnau überstanden.




