
Henri Matisse · PD
Interieur in Nizza
Details
Die Geschichte
„Ein gutes altes Hotel! Und was für schöne italienische Decken, was für Fliesen!“ So erinnerte sich Matisse 1952 an das Hôtel de la Méditerranée an der Promenade des Anglais in Nizza, in dem er vom Herbst 1918 bis 1921 die Winter verbrachte. Es sei falsch gewesen, das Haus abzureißen, fügte er hinzu. Das Licht fiel dort durch die Fensterläden von unten herein, wie auf einer Bühne. Auf diesem Bild ist das Hotelzimmer fast vollständig versammelt: rosa Fliesenboden, gelbe Tapete mit Rankenmuster, ein Frisiertisch mit Stoffvolant und ovalem Spiegel, die hohe Balkontür. Man blickt steil von oben in den Raum hinein. Draußen auf dem Balkon sitzt Antoinette Arnoux, damals sein bevorzugtes Modell, mit dem Rücken zum Meer und sieht uns direkt an. Ein zweites Mal taucht sie in dem kleinen Bild an der linken Wand auf. 1936 verkaufte Pierre Matisse, der Sohn des Malers und Kunsthändler in New York, das Gemälde an das Sammlerpaar Goodspeed aus Chicago. Elizabeth Goodspeed schenkte es später dem Art Institute.




