
Arnold Böcklin · PD
Die Toteninsel
Details
Die Geschichte
Die Provenienzliste der Nationalgalerie zu diesem Bild liest sich wie eine Geschichte des 20. Jahrhunderts. 1883 malte Böcklin die dritte seiner fünf Toteninseln für den Berliner Kunsthändler Fritz Gurlitt. Danach folgen Sammler in Worms, Zürich, St. Gallen und Chemnitz, bis die Tafel 1936 über Münchner Kunsthandlungen an Hitler ging, der Böcklin schätzte. Sie hing zunächst am Obersalzberg, ab 1940 in der Neuen Reichskanzlei in Berlin.
Im Katalog steht für die Jahre danach ein einziges Wort, verschollen. Erst 1979 tauchte das Bild wieder auf, und 1980 kaufte es die Nationalgalerie aus Berliner Privatbesitz; die Inventarnummer NG 2/80 hält das Jahr fest.
Gemalt ist es auf Holz, 80 mal 150 Zentimeter. Rechts oben, über einer der in den Fels geschlagenen Grabkammern, stehen die Buchstaben A und B. Von dieser dritten Fassung an hat Böcklin sein Kürzel in den Stein gesetzt.




