
Artemisia Gentileschi · PD
Jaël und Sisera
Details
Die Geschichte
Um 1620 signierte Artemisia Gentileschi dieses Bild mitten in die gemalte Steinsäule hinein, und zwar als „Artemisia Lomi“. Lomi war der Familienname, unter dem man sie im toskanischen Florenz kannte, wo sie als erste Frau in die dortige Kunstakademie aufgenommen worden war. Das Thema stammt aus dem Buch der Richter im Alten Testament. Jael hat den fliehenden feindlichen Feldherrn Sisera in ihrem Zelt aufgenommen, ihm Milch gereicht und ihn schlafen lassen. Nun kniet sie über ihm und setzt einen Zeltpflock an seine Schläfe, den Hammer schon erhoben. Anders als in vielen dramatischen Fassungen wirkt Artemisias Szene seltsam still, fast konzentriert. Ihre Signatur sitzt genau dort, wo Jaels Hand etwas ungelenk zur Seite greift, so als wollte die Malerin den Blick auf ihren eigenen Namen lenken.




