
Artemisia Gentileschi · PD
Selbstbildnis als Allegorie der Malerei
Details
Die Geschichte
Nach der Bildlehre der Zeit war die Malerei stets als Frau darzustellen, mit wildem Haar, Palette und einer Maske als Anhänger. Artemisia Gentileschi zog daraus einen Schluss, den kein männlicher Kollege ziehen konnte: Sie malte sich selbst als diese Allegorie der Malerei, mitten im Akt des Malens, den Arm mit dem Pinsel erhoben. Selbstbildnis und Sinnbild der Kunst fallen so in einer Person zusammen. Entstanden ist das Werk um 1638 in London, wohin Artemisia an den Hof König Karls I. gereist war, wo schon ihr Vater Orazio arbeitete. Sie war eine der wenigen Frauen, die sich im 17. Jahrhundert als gefeierte Malerin behaupteten. Das Bild gehört bis heute zur königlichen Sammlung in England.




