
Amedeo Modigliani · PD
Jeanne Hébuterne
Details
Die Geschichte
Seit März 1918 beschoss ein deutsches Ferngeschütz Paris aus etwa 120 Kilometern Entfernung. Im April brachte der Händler Léopold Zborowski seine Maler nach Süden, aus der Reichweite heraus. Modigliani ging mit nach Cagnes und dann nach Nizza, zusammen mit der schwangeren Jeanne Hébuterne und deren Mutter. Ihre Tochter kam am 29. November in Nizza zur Welt, 18 Tage nach dem Waffenstillstand.
Die Leinwand ist auf 1918 datiert und klein, 46 mal 29 Zentimeter. Hébuterne ist frontal gegeben, als Brustbild, in einer weichen braunen Kopfbedeckung und einem gelben Rollkragenpullover, der auch in anderen Bildnissen von ihr auftaucht. Signiert hat er oben rechts.
Hébuterne hatte an der Académie Colarossi Malerei studiert und hinterließ eigene Arbeiten. Das Bild gehörte später dem Kritiker Félix Fénéon, der den Neoimpressionismus benannt hat, und wurde 1947 aus seiner Sammlung versteigert. Nach Troyes kam es mit der modernen Sammlung, die Pierre und Denise Lévy 1976 dem französischen Staat schenkten.




