
Johanna und die jüdischen Kaufleute
Details
Die Geschichte
Als Troost 1741 diese Szene malte, war Thomas Asselijns Lustspiel „De Spilpenning“ fast 50 Jahre alt und in Amsterdam noch immer beliebt. Johanna, die verschwenderische Ehefrau, verkauft ihre teuren neuen Kleider an zwei bärtige Trödler. In Wahrheit sind es ihr Vater und ihr Ehemann, verkleidet, um sie zu überführen. Asselijn schrieb die beiden als polnische Juden und benutzte dafür ein Schimpfwort seiner Zeit. Troost malt dasselbe Klischee, und das Museum benennt es auf seinem Schild offen als Stereotyp. Rings um Johanna ist der Salon voll von chinesischem Porzellan und Figuren. Auf dem Stuhl links sitzt ein Katta, ein Lemur aus Madagaskar, und rechts hat sich eine Katze unter den Schrank verkrochen.


