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Judith mit ihrer Dienerin
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Die Geschichte
Im Florenz der 1480er-Jahre war Judith eine politische Figur. Die Witwe, die ihre belagerte Stadt rettete, indem sie dem feindlichen Feldherrn Holofernes den Kopf abschlug, galt den Florentinern als Sinnbild der bedrohten und verteidigten Freiheit, und im Garten des Palazzo Medici stand Donatellos Bronzegruppe der Judith. Ghirlandaio zeigt den Moment nach der Tat. Judith hält das schwere Schwert des Feldherrn und dreht sich zu ihrer Magd um, die mit weit ausschwingendem Gewand hereineilt. Den abgeschlagenen Kopf trägt sie offen in einem flachen Korb auf dem Kopf, in der Bibel ist dagegen von einem Sack die Rede. Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte die kleine Pappelholztafel zur römischen Sammlung Giustiniani und galt damals als Werk Mantegnas. 1815 kaufte sie der preußische König Friedrich Wilhelm III. in Paris für das Museum, das in Berlin erst noch entstehen sollte.




