Die Gerechtigkeit
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Die Geschichte
Im Florenz der Renaissance lag ein großer Teil des öffentlichen Lebens in den Händen der Zünfte, und sie ließen sich gern neben den Tugenden zeigen, die sie zu wahren vorgaben. Diese Tafel der Justitia entstand um 1490 für die Weinhändlerzunft, die Arte dei Vinattieri. Man sieht es noch an den beiden Wappen in den unteren Ecken, neben der Florentiner Lilie und dem Kreuz des Popolo, den Zeichen eines Werks für eine öffentliche Einrichtung. Die Gerechtigkeit thront auf einer Wolkenbank, einen Fuß auf der Weltkugel, in der einen Hand das Schwert, in der anderen die Waage. Eine Zeit lang lief die Tafel unter einem größeren Namen. 1890 schrieb man sie Antonio del Pollaiuolo zu, dessen Tugenden für das Handelsgericht der Stadt im selben Museum hängen, bevor die Forschung sie Biagio d'Antonio zurückgab. Es ist der schwere, wie gemeißelte Faltenwurf über den Knien, der zuerst zu diesem Vergleich einlud.
