Kallmünz – Naturstudie zur gelben Postkutsche

Wassily Kandinsky · PD

Kallmünz – Naturstudie zur gelben Postkutsche


Details

Jahr
1903
Technik
Öl auf Leinwandkarton
Gattung
Gemälde
Maße
23,4 × 32,8 cm

Die Geschichte

Im Sommer 1903 hatte Kallmünz, ein kleiner Markt an der Mündung der Vils in die Naab in der Oberpfalz, keinen Bahnanschluss. Eine Strecke durchs Naabtal soll an den Bauern gescheitert sein, die fürchteten, der Ruß der Lokomotiven schade ihrem Vieh. Der nächste Bahnhof lag gut acht Kilometer entfernt in Burglengenfeld, und wer kam, kam meist mit der Postkutsche, die regelmäßig verkehrte. In diesem Sommer brachte Kandinsky die Malklasse seiner Münchner Schule zum Arbeiten im Freien hierher. Er selbst fuhr mit dem Zug bis Regensburg und legte den Rest mit dem Fahrrad zurück. Das kleine Bild auf Malkarton, etwa 33 Zentimeter breit, ist eine der Studien, die er vor der Landschaft malte, Hügel und Felder im Sommer. Auf der Rückseite notierte Münter „Kandinsky Kallmünz 1903“. Johannes Eichner, ihr späterer Lebensgefährte, fügte den Titel hinzu, „Naturstudie zur gelben Postkutsche“, also eine Studie für ein Bild der Kutsche.

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