
Ritter, der Zeit, Tod und monströse Dämonen besiegt
Details
Die Geschichte
Philips Wouwerman lebte von Pferden, von Reitergefechten, Jagden und Rastenden vor dem Wirtshaus. Diese Tafel, mit Monogramm signiert und 1662 datiert, fällt aus dieser Reihe. Sie ist eine moralische Allegorie, in der ein Ritter die Zeit, den Tod und eine Schar ungeheuerlicher Dämonen bezwingt. Zwei lateinische Wahlsprüche sagen, worum es geht. Auf der Krone rechts oben steht Augusta per angusta, zum Erhabenen durch Enge. Auf dem Schild in der Mitte steht ein umgebauter Vers aus Vergils Aeneis. Dort ziehen die Trojaner durch alle Wechselfälle und Gefahren nach Latium, ihrem verheißenen Land. Bei Wouwerman führt derselbe Weg zu den Himmlischen. Das Bild hatte ein Gegenstück, einen heiligen Georg, ebenfalls von Wouwerman. Beide wurden 1771 in Amsterdam aus dem Nachlass von Gerret Braamcamp versteigert, dessen Kabinett damals zu den berühmtesten der Stadt gehörte. Danach besaß sie der Genfer Sammler François Tronchin, und diese Tafel blieb bis 1938 in seiner Familie. Der heilige Georg ist bis heute in Genf, im Musée d'art et d'histoire.




