
Sailko · CC-BY-3.0
Die Gräfin Marie-Blanche de Polignac
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Die Geschichte
Um 1930 kannte das musikalische Paris Marie-Blanche de Polignac vor allem als Sängerin. Die einzige Tochter der Modeschöpferin Jeanne Lanvin, verheiratet mit dem Grafen Jean de Polignac, sang Sopran in den privaten Konzerten der großen Salons der Stadt. 1937 holte die Dirigentin und Musikpädagogin Nadia Boulanger sie zu den Stimmen, mit denen sie in einem Pariser Studio eine Reihe von Aufnahmen einspielte. Vuillard malte sie irgendwann zwischen 1928 und 1932, und im ganzen Zimmer findet sich weder Klavier noch Notenblatt. Sie sitzt auf der Bettkante, in weißer Jacke und schwarzem Rock, einen kleinen weißen Hund im Arm. Geblümte Tapeten bedecken die Wände, und durch eine offene Tür fällt der Blick in einen zweiten Raum mit blauen Sesseln. Sie behielt das Bild bis zu ihrem Tod 1958 und vermachte es den französischen Nationalmuseen.




