
Sandro Botticelli, Lamentation over the Dead Christ, 1490. Wikimedia Commons. · PD
Die Beweinung Christi
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Die Geschichte
Als Botticelli diese Tafel um 1490 in Florenz malte, hallten durch die Stadt die Bußpredigten des Dominikaners Savonarola, der die Florentiner zu Umkehr und Ernst rief. Man spürt diese Stimmung im Bild. Der tote Christus liegt quer über dem Schoß seiner Mutter, die ohnmächtig zusammensinkt, während Maria Magdalena seine Füße hält. Die Trauernden sind eng in einen schmalen Felsraum zusammengedrängt, ohne Landschaft, ohne Ausblick. Hinter dieser Gruppe stehen drei Heilige aufrecht da: Hieronymus, Paulus mit dem Schwert und Petrus. Botticellis späte Andachtsbilder wurden in diesen Jahren strenger und dunkler als die hellen mythologischen Szenen, für die er berühmt war. Die Tafel hängt heute in der Alten Pinakothek in München.




