Die Geburt der Venus

Sandro Botticelli, The Birth of Venus, 1480. Wikimedia Commons. · PD

Die Geburt der Venus


Details

Museum
Uffizien
Jahr
1480
Technik
Tempera auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
172,5 × 278,5 cm

Die Geschichte

Um 1480 malte Botticelli dieses Bild im Florenz der Medici, einer Stadt, in der Gelehrte gerade die antiken griechischen Texte neu lasen und über Schönheit und Liebe philosophierten. Genau daraus schöpft die Venus. Sie steht nackt auf einer Muschel, gerade dem Meer entstiegen, und wird von Winden an Land geweht, wo eine Frau ihr ein blumenbesticktes Tuch reicht. Bemerkenswert ist, dass so ein großes Bild einer nackten Göttin überhaupt entstand. Fast tausend Jahre lang hatte die Kunst vor allem Heilige und biblische Szenen gezeigt. Hier kehrt eine antike Göttin in Lebensgröße zurück, gemalt auf Leinwand statt auf Holz, was damals noch ungewöhnlich war. Botticelli zeichnet nicht wirklich naturgetreu. Der Hals der Venus ist zu lang, die linke Schulter fällt zu steil ab, sie schwebt eher, als dass sie steht. Es geht ihm nicht um Anatomie, sondern um Anmut. Ein paar Jahre später geriet Florenz unter den Bußprediger Savonarola, und Botticelli soll selbst eigene weltliche Werke ins Feuer geworfen haben. Dieses Bild überlebte, lange im Landhaus der Medici, und hängt heute in den Uffizien in Florenz.

Die Geburt der Venus — Sandro Botticelli — MuseScope