
Beweinung Christi
Details
Die Geschichte
1943 beschlagnahmten die deutschen Besatzer diese kleine Tafel in Chambon bei Tulle in Mittelfrankreich, wo die Erben des Pariser Sammlers Adolphe Schloss seine Bilder versteckt hatten. Es folgte ein langes Tauziehen zwischen französischen und deutschen Behörden. Um die Sammlung im Land zu halten, beanspruchte der Louvre diese Tafel und 48 weitere Gemälde aus dem Besitz Schloss und trug sie in sein Inventar ein, allerdings nur auf dem Papier. 1946 ging alles an die Familie zurück, und als die Sammlung 1951 in Paris versteigert wurde, erwarb das Museum die Beweinung diesmal tatsächlich.
Vermutlich war sie der linke Flügel eines kleinen klappbaren Diptychons für die private Andacht. Der rechte Flügel, auf dem wohl der kniende Besitzer zu sehen war, ist verloren. Der Katalog des Louvre nennt die steinerne Nische um die Trauernden eine bewusst altertümliche Lösung.