
Peter Paul Rubens · PD
Beweinung Christi
Details
Die Geschichte
Ende 1608 kehrte Rubens nach acht Jahren in Italien nach Antwerpen zurück, in eine Stadt, der eine Atempause bevorstand. Im April 1609 begann der Zwölfjährige Waffenstillstand zwischen Spanien und den nördlichen Niederlanden, und die Antwerpener Kirchen, die in den Jahrzehnten davor durch Bilderstürme viele Altarbilder verloren hatten, gaben neue in Auftrag. Diese kleine Eichenholztafel, die die Berliner Gemäldegalerie um 1610 datiert, gehört in diese ersten Jahre nach der Rückkehr. Der Leichnam Christi liegt ausgestreckt auf einer Bahre, die fast die ganze Bildbreite einnimmt. Dahinter raufen sich zwei Frauen, Maria und Maria Magdalena, im Fackelschein das offene blonde Haar, alles andere versinkt im Dunkel. Rubens hat die Beweinung mehrfach gemalt. Diese Skizze ist die einzige Fassung, die er nie weiter ausgeführt hat, ein erster Einfall auf einer Tafel von knapp 35 Zentimetern Höhe.




