
Landschaft bei Deventer
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Die Geschichte
Der niederländische Titel des Museums nennt das Bild eine Fantasieansicht von Deventer, und das trifft es. Die beiden Turmspitzen links gehören zur Bergkerk, einer Kirche in Deventer, der alten Hansestadt an der IJssel weit östlich von Amsterdam. Die Eichen, der sandige Weg und der Tümpel davor sind dagegen Hobbemas eigene Erfindung.
Um 1661 reiste Hobbema offenbar nach Osten, durch die Veluwe, die Heidelandschaft Gelderlands, nach Deventer und weiter nach Ootmarsum nahe der deutschen Grenze, vielleicht zusammen mit Jacob van Ruisdael. Die Zeichnungen von dieser Reise speisten seine Bilder noch jahrelang, und meist versteckte er die echten Gebäude im Hintergrund eines erfundenen Waldes, so wie hier um 1662 oder 1663. Viel später malte er die Bergkerk noch einmal, in einer Landschaft, die heute in Edinburgh ist.
Die Tafel schenkte E. Vis aus Lausanne 1950 dem Mauritshuis. Das Museum zeigt sie in der Galerie Prinz Willem V in Den Haag.



