
Joachim Patinir · PD
Landschaft mit Charon, der den Styx überquert
Details
Die Geschichte
Joachim Patinir gilt als einer der ersten Maler, bei denen die Landschaft selbst zur Hauptsache wird. In diesem Bild rudert Charon, der Fährmann der antiken Unterwelt, eine winzige Seele über den Fluss Styx. Dabei mischt Patinir die heidnische Sage mit dem christlichen Jenseits. Links dehnt sich ein lichtes Paradies mit einem Engel, rechts lodern die Feuer der Hölle, und ein dreiköpfiger Höllenhund lauert am Ufer. Genau in der Mitte muss sich die Seele entscheiden, und Charon steuert bereits merklich zur dunklen Seite. Der Betrachter blickt wie aus der Vogelschau über eine weite, tief gestaffelte Welt. Das Bild entstand um 1520 und hängt im Prado in Madrid.

