
Joachim Patinir · CC0
Landschaft mit der Flucht nach Ägypten
Details
Die Geschichte
In Antwerpen, um 1515, wagt Patinir etwas Neues: Auf dieser winzigen Tafel von nur 17 mal 21 Zentimetern schrumpft die heilige Geschichte, und die Welt nimmt das Bild in Besitz. Unten zieht die Heilige Familie vorbei, winzig klein, Josef führt den Esel mit Maria und dem Kind; ringsum öffnet sich ein gewaltiges Panorama aus Flüssen, bläulichen Felsen und Dörfern bis zum Horizont. Links stürzt ein heidnischer Götze von seiner Säule, als das Kind vorüberkommt, wie es eine alte Legende erzählt. In einem Kornfeld steckt ein weiteres Wunder: Das Getreide wuchs über Nacht, um die Soldaten des Herodes in die Irre zu führen. Als Dürer 1521 durch Antwerpen kam, nannte er Patinir schlicht „den guten Landschaftsmaler“.

