
Landschaft mit Herkules im Kampf gegen den in einen Stier verwandelten Acheloos
Details
Die Geschichte
Bei Ovid erzählt der Verlierer selbst. In den Metamorphosen berichtet der Flussgott Acheloos, wie er und Herkules um Deianira warben, die Tochter eines Königs, und wie er jede Gestalt annahm, die ihm zu Gebote stand. Als Mann und als Schlange besiegt, wurde er zum Stier, doch Herkules drückte ihm den Kopf in den Staub und riss ihm ein Horn ab. Die Nymphen füllten es mit Früchten und Blumen, und so entstand das Füllhorn. Domenichino rückt den Kampf an den unteren rechten Rand, der weiße Stier ist schon in die Knie gegangen, zwei Gestalten schauen zu. Den übrigen Raum überlässt er einem Flusstal mit Wasserfällen, weidendem Vieh und einer Burg am anderen Ufer.
Gemalt um 1621 oder 1622 als Gegenstück zum Cacus nebenan, kam das Bild knapp 50 Jahre später in die Sammlung Ludwigs XIV. Im Jahr 1737 schlug man es für das Schlafzimmer des Königs in Versailles vor. Im September 1792, einen Monat nach dem Sturz der Monarchie, wurde es von Versailles in den Louvre gebracht und hing ab 1793 im neuen öffentlichen Museum.




