
Landschaft mit Milon von Kroton, von einem Löwen zerfleischt (Die Dämmerung)
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Die Geschichte
Sechsmal gewann Milon von Kroton den Ringkampf in Olympia, und kein griechischer Athlet war berühmter. Die Legende von seinem Ende erzählt von einem Mann, der seiner Kraft zu sehr vertraute. Im Alter stieß er auf einen Baumstamm, in dem noch Keile steckten, und wollte ihn mit bloßen Händen auseinanderreißen. Die Keile fielen heraus, das Holz schloss sich um seine Finger, und er war den wilden Tieren ausgeliefert.
Tierce rückt ihn ganz nach unten links, eine kleine gebeugte Gestalt am Baumstumpf, der Löwe schon auf seinem Rücken. Der übrige hohe Bildraum gehört dem Abend. Zwei Reiter galoppieren über einen Weg, Frauen heben an einem Altar die Arme, und in der Ferne verblasst eine Küste mit Schiffen unter rosa-goldenem Himmel. Einen Löwen hatte Milon schon beim französischen Bildhauer Pierre Puget bekommen, dessen Marmorgruppe 1683 im Park von Versailles aufgestellt wurde.
