Landschaft mit roten Flecken

Wassily Kandinsky · PD

Landschaft mit roten Flecken


Details

Jahr
1913
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
78 × 100 cm

Die Geschichte

Wer in Murnau am Staffelsee zur Pfarrkirche St. Nikolaus hinaufschaut, sieht einen barocken Bau auf einer Anhöhe über dem Markt. Kandinsky hat diesen Blick 1913 in ein Gefüge aus Farbflecken aufgelöst. Der helle, langgezogene Streifen, der senkrecht durch das Bild bis an den oberen Rand reicht, ist der Kirchturm. Um ihn herum liegen Häuser, ein Hügel und in der Ferne eine Bergkette, nur noch als farbige Formen zu erahnen. Die roten Flecken, die dem Bild seinen Namen geben, sammeln sich am Fuß des Turms. Kurz nach der Fertigstellung gelangte das Gemälde in die Münchner Sammlung des Dichters Karl Wolfskehl. Im selben Jahr malte Kandinsky eine zweite, größere und etwas leuchtendere Fassung, die heute in Venedig hängt. Das Museum Folkwang, dem 1937 ein großer Teil seiner modernen Kunst beschlagnahmt worden war, erwarb diese erste Fassung 1962 mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen.

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